Zurück von unserer Herbsttour

Um nach unserem Umzug nach Hannover die neue Heimat etwas kennen zu lernen, haben wir wieder unsere Sachen gepackt und sind für eine Woche durch den Teil Deutschlands gefahren, den wir bisher nur als „den Norden“ kannten. Klar, für diese Annahme wurden wir in jedem Ort ziemlich belächelt. Wir wurden aber auch herzlich empfangen und hatten eine unvergessliche Zeit.

Das erste Tour-Konzert war unser Festivalbesuch in Ostfriesland beim JuKZ Open Air 2018. Unser Slot um 20:20 Uhr hat mich nicht nur mächtig stolz, sondern auch ganz schön nervös gemacht. Zu so ner guten Zeit möchte man ja etwas geboten bekommen! Und wir hatten neben neuen Songs auch neue Technik dabei – es konnte also jede Menge schief gehen.

Tatsächlich habe ich, was die Technik angeht, sehr sehr viel gelernt an diesem Abend 😀 Aber auch was unsere Musik angeht. Obwohl wir alles andere als für gute, ausgelassene Partystimmung sorgen, war die Atmosphäre vor der Bühne einfach unbeschreiblich schön. Menschen die uns konstant angelächelt haben, Menschen die sich umarmt haben oder sich in förmlichen Menschentrauben zu unserer Musik gewiegt haben. Ich habe so viel Zuneigung und Akzeptanz unserer Musik gegenüber empfunden, das war unglaublich rührend.

Nach einem Off-Day in Münster und einem wahnsinnigen Festival, das wir dort durch Zufall entdeckt haben, durften wir in Hamm ein Wohnzimmerkonzert spielen. Am Abend erreichte uns eine Mail von einem Konzertbesucher, der uns ein Gedicht mitgeschickt hat, das er während unseres Konzertes geschrieben hat. Für mich eins der schönsten Komplimente, wenn die eigene Musik Menschen so zu inspirieren vermag.

In Osnabrück hatten wir so viel Glück, dass wir bei Sommerwetter auf der Terrasse gespielt haben und in der Pause mit Poetry überrascht wurden! Was ein Abend, mit so vielen interessanten Gesprächen und tollen Menschen.

Mit den witzigsten Tag hatten wir in Detmold. Nachdem wir den Tag mit Sightseeing und Kastanien sammeln verbracht hatten und sogar bekocht wurden, bereiteten wir uns Abends gerade auf den Gig vor. Es stelle sich heraus, dass keiner im Publikum wirklich gut Englisch konnte. Wir haben darin kein Problem gesehen, wurden aber darum gebeten, ob wir nicht Rücksicht darauf nehmen könnten und vor den Songs erzählen worum es geht.
Zugegeben, ich war erst etwas widerwillig und skeptisch, habe mich aber darauf eingelassen und zumindest abstrakte Geschichten zu unseren Songs erzählt. Als Dank blieben einige Konzertbesucher noch weit nach Ladenschluss und haben ihrerseits Geschichten aus ihrem Leben erzählt, zu denen unsere Songs sie inspiriert hatten.

Wir sind unglaublich dankbar über diese vielen tollen Erfahrungen, die herzliche Gastfreundschaft die wir erfahren durften und jede Minute dieser schönen Woche. Und klar, wir planen bereits an unserer nächsten Tour 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.