Inspired by: John Frusciante

 

Das hier ist der erste Teil einer kleinen Serie namens “Inspired by:“ Wir möchten hier eines unserer musikalischen ‚Idole‘ vorstellen, unsere persönliche Geschichte darüber erzählen und unseren emotionalen Bezug zu ihm/ihr schildern. In diesem Teil geht es um John Frusciante aus Sicht von Sebastian. Viel Spaß!

Ziemlich schnell nach Realease des Albums ‚Stadium Arcadium‘ von den Red Hot Chili Peppers (rhcp), war dieses auch in Besitz meines Vaters. Wir hörten dieses Album oft zusammen und mir gefielen die Gitarrenparts bzw. der Gitarrensound damals schon wirklich gut. Nach kurzer Zeit habe ich dann auch die anderen Alben der Red Hot Chili Peppers durchgehört und einige der Songs sind heute noch fester Bestandteil meines Lebens.

Doch John Frusciante war nicht immer Teil der rhcp. Er musste die Band verlassen, als ihn der übermäßige Konsum von Heroin zu sehr belastete. Für einige Zeit war John von der Bildfläche verschwunden um wieder clean zu werden. Er stieg nach erfolgreichem Entzug 1998 wieder in die Band ein und war maßgeblich an den Alben ‚Californication‘ und ‚Stadium Arcadium‘ beteiligt. Schon während dieser Zeit komponierte John Frusciante viel alleine und hatte schon einige Soloalben veröffentlicht.

Meine ganze Jugend wurde von den rhcp begleitet doch irgendwann stieß ich auf die Soloalben von John. Der erste Song, der sich fest in meine Playlists etabliert hatte, war ‚Scratches‘ von dem Album ‚Inside Of Emptiness‘. Mir fiel auf, dass der Gitarrensound noch viel mehr zum tragen kam als bei den rhcp. Das hat sich bis heute gehalten und hat auch meinen eigenen Sound wesentlich geprägt. Ich schaffte mir schnell seinen bekanntesten Effekt an, den ‚Micro Amp‘ von MXR um ein bisschen wie er zu klingen.

Das meiner Meinung nach beste Soloalbum nennt sich ‚Curtains‘. Es besteht hauptsächlich aus Johns Stimme, einer Akustikgitarre (sowohl Western- als auch Konzertgitarre) und teilweise aus Klavier und E-Gitarre. Jeder Song klingt durch die barockartigen Rhythmen irgendwie nach Kammermusik und das macht das Album einfach krass. Der wohl traurigste und einer der emotionalsten Songs von ihm heißt ‚Time Tonight‘. Dieser Song ist für mich eines seiner besten Werke.

Während ich lernte Gitarre zu spielen, hatte ich immer mehr das Gefühl, Frusciantes Emotionen die er auf die Gitarre überträgt zu verstehen und den Drang Techniken von ihm zu übernehmen. Ich kenne diesen Sound seit meiner Kindheit und verbinde unfassbar viel mit ihm. Bis heute hin hört man es in einigen Songs ziemlich deutlich. Nun stellt man sich nach ein paar Jahren Gitarre spielen auch ein bisschen die Frage, wie weit Inspiration geht und was einfach nur Nachahmen ist. Ich denke, dass es möglich ist, den Emotionalen Ausdruck von Menschen verstehen zu können und vielleicht wie eine Art Sprache zu sehen. Man kommuniziert quasi auf einem Level miteinander.

Mittlerweile hat John Frusciante aufgehört Musik für die Öffentlichkeit zu machen.

 

 

 

 

 

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